Gesundheit

Wir versuchen hier einige Infos rund um die Gesundheit zu geben.

Es füllt sich nach und nach eine Spalte.  ( Symbol es gibt Neues, bitte runterscrollen )

Habt auch Ihr Anregungen, die wir aufgreifen könnten so schickt uns eine mail.

Danke.

 

A  
Borreliose  
CEA                                      
 Distichiasis  
Epilepsie ED                                      
Flöhe  
Grey Collie Symdrom  
HD                                        
Impfen                                  
   
Kastration / Sterilisation  
   
MDR                                     
   
   
Sinnesorgane  
   
Zähne Zecken

 

Erbliche Augenerkrankungen

 

Bei vielen Hunderassen gibt es rassetypische Augenerkrankungen, die vererbt werden.

Einige dieser Erkrankungen führen zur Erblindung des Hundes und stellen für das Tier eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität dar.

Um die Ausbreitung der Augenerkrankung zu vermeiden, werden bei vielen Rassen Untersuchugen auf erbliche Augenerkrankungen zur Zuchtzulassung verlangt.

Collie-Augenanomalie, Collie Eye Anomaly (CEA)

Die CEA ist eine erblich bedingte Veränderung des Augenhintergrundes,

die eine mangelhafte Ausbildung bestimmter Schichten der Netzhaut und Gewebedefekts

im Umfeld des hinteren Augenpols wo der Sehnerv ins Auge mündet.

Die Symtome reichen von Veränderungen der Blutgefäße und Pigmentstörungen im Augenhintergrund,

bis hin zu tiefen Ausstülpungen, Blutungen im Auge und Netzhautablösung.

 

Diagnose

Die Diagnose am Augenhintergrund kann nur bei einem Welpen zwischen der 5. bis 8. Woche festgestellt werden,

Sollte ein Hund später, z.b. im erwachsenen Alter, auf CEA untersucht werden, kann es sein, dass der CEA Defekt nicht mehr feststellbar ist, dies kommt,

weil sich im Laufe der Entwicklung eine Pigmentierung auf den Schichten vor dem Augenhintergrund legt, so dass man den Augenhintergrund nicht mehr

einwandfrei erkennen kann. So kann ein Welpe mit 5 Wochen CEA befallen sein, und später CEA frei erscheinen. Diese Hunde werden als „Go-Normals“ bezeichnet,

sie weisen zwar genetisch den CEA Defekt auf, welcher aber klinisch nicht mehr feststellbar ist.

Seit einigen Jahren gibt es einen Gentest für CEA, nur diese Methode ist sicher einen CEA-Genträger zu identifizieren !!

 

Schwere der CEA

Bei CEA betroffenen Hunden mit einem leichten Defekt tritt kein Sehverlust auf, eine schwere Ausprägung der CEA kann zur Erblindung des Hundes führen.

1. Grad: unregelmäßiger Blutgefäßverlauf in der Retina -> dies bedeutet, der Hund hat keine Probleme

2. Grad: Pigmentverlust -> dies bedeutet, der Hund hat keine Probleme

3. Grad:Auswölbung des blinden Flecks -> dies bedeutet, der Hund kann eine geringe Sehschwäche haben.

4. Grad:teilweise oder vollständige Netzhautablösung -> dies bedeutet, der Hund hat an den abgelösten  Stellen einen blinden Fleck, das Sehfeld ist eingeschränkt.

5. Grad: Blutungen im Augeninneren -> dies bedeutet, dass der Hund auf dem betreffenden Auge blind ist.

 

Vererbung

Der CEA befallende Hund besitzt zwei mutierte Gene" affected" , sie zeigen mindestens die leichte Form der CEA,

alle befallene Hunde sind reinerbig für das mutierte Gen. Ein Hund mit einem normalen Gen und einem mutierten Gen ist ein "Carrier" und mischerbig für beide Gene.

Ein Hund mit zwei normalen Genen "Normal" ist reinerbig für das gesunde, normale Gen und kann niemals CEA vererben.

 

Die folgende Tabelle verdeutlicht die Vererbung von CEA.

Elternteil 1
Genotype

Elternteil 2 Genotype

Frei
(normal)

Träger
(carrier)

Befallen
(affected)

Frei
(normal)

100% Frei

50% Frei
50% Träger

100% Träger

Träger
(carrier)

50% Frei
50% Träger

25% Frei
50% Träger
25% Befallen

50% Träger;
50% Befallen

Befallen
(affected)

100% Träger

50% Träger
50% Befallen

100% Befallen

 

Progressive Retina Atrophy (PRA)

Bei der PRA handelt es sich um eine erbliche Erkrankung. Ea handelt sich um eine fortschreitende Ablösung der Netzhaut.

Die PRA entwickelt sich meist erst im fortschreitendem Alter.

Sie kann zu einer Erblindung führen.

 

Grauer Star (Katarakt)

Ein Grauer Star ist eine ererbte oder erworbene Trübung der Linse, die je nach Ausmaß der Trübung zur Erblindung des Tieres führen kann.

 Unbeachtet und unbehandelt kann der Graue Star auch zu Entzündungen des inneren Auges mit nachfolgendem Druckanstieg und Ausbildung eines Grünen Stars führen 

Dies bedeutet oft den Verlust des ganzen Auges. Zeitiges Handeln ist also entscheidend. Da die medikamentöse Therapie meist keine dauerhafte Lösung darstellt,

sollte eine operative Entfernung der Linse, ggf. mit Implantation einer Kunstlinse erwogen werden.

 Distichiasis   ( beim Sheltie)

Bei diesem Augenproblem wachsen

wimpernartige Haare am oberen oder unteren Lidrand nach innen in Richtung Auge.

Diese Härchen können die Hornhaut reizen und es kann zu Entzündungen kommen.

 

 

ED

Ellbogengelenksdysplasie (ED) beim Hund

Verschiedene Erkrankungen des Ellbogengelenkes, deren Auftreten auf einer genetisch bedingten Veranlagung beruht.

Unter dem Begriff ED werden verschiedene Erkrankungen des Ellbogengelenkes zusammengefasst, deren Auftreten auf einer genetisch bedingten Veranlagung beruht.

Starke Überbelastung in der Wachstumsphase, zu lange Spaziergänge, Fahrradfahren oder übermäßiges Treppensteigen, zu energiereiche Fütterung,

"hochwertiges" Welpenfutter über zu lange Zeit oder Zusatzfütterung von extra Mineralstoffpräparaten: All das kann dem genetisch vorbelasteten Hund

zusätzlich schaden. Zeigt der Vierbeiner eine gemischte Lahmheit und sonderbare Auswärtsstellung der Vorderpfoten und nennen Sie ihn deshalb gerne

"Charlie Chaplin", liegt der Verdacht einer Ellenbogengelenk-Dysplasie (ED) nahe.

Immer mehr mittelgroße und große Hunde wie zum Beispiel Rottweiler, Großer Schweizer Sennenhund, Berner Sennenhund und Retriever leiden an Ellenbogengelenk-Dysplasie

(Skelettentwicklungsstörung). Unter dem Begriff ED werden drei verschiedene Erscheinungsformen von Ellenbogengelenkserkrankungen zusammengefasst:

 OCD (Ostechondrosis dissecans) Ursache der OCD ist eine Knorpelwachstumsstörung mit mangelhafter Ausreifung, zum Beispiel durch eine zu hohe Wachstumsgeschwindigkeit.

Dann wird die Knorpelschicht zu dick. Die Folge sind Ernährungsstörungen des Knorpels. Die Knorpelzellen an der Grenze zum Knochen sterben ab,

so dass Risse im Knorpel ent-stehen. Gelenkflüssigkeit gelangt in Kontakt mit dem unter dem Knorpel gelegenen Knochen und den abgestorbenen Knorpelzellen,

 was zu einer Entzündung des Gelenks führt. Durch die Ansammlung der Flüssigkeit im Gelenk (Gelenkerguss) wird die Kapsel gedehnt, es entsteht Schmerz und der Hund lahmt.

 Teilweise können sich vom Gelenkknorpel ganze Schuppen ablösen, die in den meisten Fällen an ihrem Platz bleiben, aber auch als freie Gelenkkörper im Gelenk vorliegen können.

Im Bereich des Ellenbogengelenks tritt die OCD an der Trochea lumeri (Oberarmrolle) auf. Häufig ist auch eine OCD im Schultergelenk. Als Ur-sache für die

OCD gilt eine energie- und kalziumreiche Fütterung. Klinisches Symptom: Die Gliedmaße werden vom Ellenbogengelenk an abduziert, nach außen gedreht.  

FPC (Fragmentierter Processus cronoideus medialis), auch gebrochener Kronenfortsatz genannt: Bei dem Processus coronoideus medialis ulnae handelt es sich

 um den inneren Kronfortsatz der Elle, welcher bei Hunden großwüchsiger Rassen erst im Alter von vier bis fünf Monaten verknöchert. Bis zu diesem Zeitpunkt

ist er sehr empfindlich gegenüber jeglicher Überbelastung. Kommt es durch unterschiedliches Längenwachstum von Elle und Speiche, d.h. verzögertes Radiuswachstum,

zu einer Stufenbildung mit zu kurzer Speiche im Ellenbogengelenk, kann der Kronfortsatz durch Überbelastung von der zu langen Elle partiell abbrechen.

Ein typisches Symptom ist eine Gelenkabduktion, d.h. ein nach außen gedrehter Ellbogen.

FPC und OCD treten bei vielen Hunden an beiden Vordergliedmaßen auf. Eine beiderseits bestehende geringere Lahmheit ist schwierig zu erkennen.

 So bedarf es oft eines zusätzlichen Traumas (mechanischer Einwirkung) an einer der beiden Vordergliedmaßen, bis der Hundehalter an dem stärker schmerzhaften

 Bein eine Lahmheit erkennt. Zu diesem Zeitpunkt haben die Hunde nicht selten schon ein Alter von 10 bis 14 Monaten erreicht, und die Arthrosen sind entsprechend weit

fortgeschritten. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass bei beiden Erkrankungen eine genetische Disposition vorliegt.

allerdings sind unterschiedliche Familien betroffen. Daher ist beim Kauf eines Hundes immer darauf zu achten, ob in der Zucht bereits ED-Fälle vorlagen. Dies gilt auch für den im

Folgenden besprochenen IPA. 

 IPA (Isolierter Processus anconaeus) Beim Processus anconaeus (PA) handelt es sich um einen Knochenvorsprung der Elle,

 dessen Wachstumsfuge im Alter von 16 bis 20 Wochen geschlossen sein sollte. Fehlt diese knöcherne Verbindung, liegt ein Krankheitsbild vor,

das folgende Ursachen haben kann: Ein verzögertes Längenwachstum der Elle, dadurch Druckveränderung und Irritationen, führt in seiner Wachstumsfuge zu

Störungen der Verknöcherung und zum Isolierten PA. Bei einer zu engen Gelenkpfanne (Incisura trochlearis) der Elle entsteht Druck auf den PA und dem

medialen Kronfortsatz. IPA tritt häufig bei Deutschen Schäferhunden auf. Bis zum Alter von sieben Monaten kann versucht werden den PA mit einer Schraube zu fixieren.

Danach ist eine Entnahme angezeigt.

Die Hunde zeigen oft eine typische Schonhaltung mit nach außen gedrehten Pfoten und Unterarmen und nach innen gedrehten Ellenbogen.

Bei allen drei Erscheinungsformen der ED treten als Folgeerscheinungen meist schmerzhafte Arthrosen auf. Die betroffenen Hunde zeigen Bewegungsunlust und Lahmheit.

 Mit zunehmender Belastungsdauer steigen die Schmerzen, die durch passives Beugen und Stre-cken des Ellenbogens hervorgerufen werden können.

In seltenen Fällen ohne Auftreten von freien Gelenkkörpern kann die Krankheit durch absolute Schonung und Futterumstellung ausheilen. In der Regel müssen die

freien Gelenkstücke bzw. die abgebrochenen Knochenstücke (z.B. bei FPC) operativ entfernt werden. Je früher Diagnose und Operation erfolgen, um so größer sind die

Aussichten auf langfristige Heilung. Wenn einen Operation nicht in Frage kommt, bieten sich als alternative Behandlungsformen der ED eine frühzeitige Krankengymnastik sowie die

Goldakupunktur (Goldimplantation) an.

 

  

HD - ED

 HD (Hüftdysplasie) beim Hund

hd


HD (Hüftgelenksdysplasie) ist eine Krankheit der Hüfte, die aufgrund der Fehlstellung von Hüftgelenkspfanne zum Oberschenkelkopf zustande kommt.

Die Gelenkbildenden Knochen passen nicht richtig zusammen, was zu einer unnatürlichen Abnutzung des Gelenks und im Verlauf auch zum Entstehen von Gelenksentzündungen

 kommen kann. Die HD tritt zudem oft in Verbindung mit einer übermäßigen Lockerheit des Hüftgelenks auf. In Abbildung A sieht man ein gesundes Hüftgelenk.

B und C zeigen unterschiedliche Schweregrade der HD, bei denen erkennbar ist, das Hüftkopf und Pfanne nicht richtig zusammenpassen und so eine Instabilität zustande kommt.

Symptome der HD

Die Symptome der Hüftgelenksdysplasie sind stark abhängig vom Schweregrad der Krankheit.

So können Hunde mit nur leicht ausgeprägten Veränderungen der Hüfte lange Symptomlos bleiben. Bei schwerer HD können Anzeichen von verminderter Aktivität,

Schwierigkeiten beim Aufstehen, spontane Lahmheit und Schmerzen beim Bewegen des Gelenks auftreten.

Warum bekommen Hunde HD

Es gibt 2 Hauptursachen der HD. Zum ersten spielen die Erbanlagen des Hunde eine große Rolle. So tritt die HD gehäuft bei einzelnen Hunderassen,

  wie z.B. Schäferhunden, aber auch unter Familienmitgliedern auf. Ist also eines, oder beide Elterntiere von HD betroffen, ist der Nachwuchs auch mit höherer Wahrscheinlichkeit

durch HD gefährdet. Neben den genetischen Faktoren spielt aber auch die Ernährung eine große Rolle bei der Entstehung der HD.

Gerade übergewichtige Hunde entwickeln schneller Gelenkprobleme, da die überzähligen Pfunde eine große Mehrbelastung für den Körper und so auch für das Gelenk darstellt.

Zusätzlich wird auch die Rolle von Stoffwechselstörungen beim entstehen der HD diskutiert.

Wie erkenne ich HD

Die einzige sichere Diagnostikmöglichkeit der Hüftgelenksdysplasie ist das Röntgen.

  Anhand des Röntgenbildes werden dann 5 Grade der HD unterschieden:

 

A = HD frei
B = Übergangsform
C = leichtgradige HD
D = mittelgradige HD
E = hochgradige HD


Sollten sie also die Befürchtung haben, das ihr Hund eventuell HD-krank sein könnte, scheuen sie nicht den Weg zum Tierarzt.
 

 

 Impfungen beim Hund       

Jede Impfung besteht aus der so genannten Grundimmunisierungund den ein- bis dreijährlichen Auffrischungsimpfungen.
Eine Grundimmunisierung besteht aus 2 Teilimpfungen im Abstand von 3-4 Wochen und einer weiteren maximal 12 Monate später.
Ihr Ziel ist es, im Körper eine Art Gedächtnis hervorzurufen, das für einen Zeitraum von etwa einem Jahr anhält.
Auffrischungsimpfungen sollten daher maximal 14 Monate später stattfinden, da dieser Effekt sonst verloren gehen kann und eine neuerliche Grundimmunisierung nötig ist.

 

Voraussetzungen:
Der Hund muss zum Zeitpunkt der Impfung gesund und frei von Parasiten sein.
Etwa ein bis zwei Wochen vor der Impfung sollte deshalb eine Entwurmung und eine Flohbehandlung durchgeführt werden.


 

Impfplan

Grundimmunisierung

Nachimpfung

Wiederholung

Wirkstoff gegen

7.-8. Woche

12.-13. Woche

 

Parvovirose

+

+

jährlich

Zwingerhusten

+

+

jährlich

Hepatitis

+

+

mind. alle 2 Jahre *

Leptospirose

+

+

jährlich

Staupe

+

+

mind. alle 2 Jahre *

Tollwut

 

+

jährlich

*je nach Impfstoff, bzw. Infektionsdruck
  Seit neuestem ist es möglich, gegen Tollwut nur alle 3 Jahre impfen zu lassen,
  wenn der Impfstoff dafür zugelassen ist.

Tollwut

Eine der gefährlichsten Krankheiten für Mensch und Tier ist die Tollwut. Durch vielfältige Maßnahmen ist es gelungen, die bis heute unheilbare Tollwut einzudämmen.

Sie kommt aber immer noch gebietsweise vor. Besonders Hunde und Katzen werden durch den Kontakt mit Wildtieren, hauptsächlich mit Füchsen, angesteckt.

Mit dem Speichel oder beim Biss wird das Virus übertragen. Früher kam es zu dem typischen Krankheitsverlauf bei den Hunden, die sich "wie toll" benahmen.

Heute sehen die Symptome häufig anders aus. Infizierte Tiere verhalten sich über eine längere Zeit fast normal, sind ruhig und unauffällig. Dieser äußere Eindruck täuscht.

Tollwutinfizierte Tiere sind äußerst gefährlich und der Umgang mit Ihnen ist auf jeden Fall zu vermeiden. Es ist allgemein bekannt, dass man "zahmen"

Füchsen in der Natur ausweichen soll. Durch die Tollwut geht die natürliche Scheu vor dem Menschen verloren. Erst nach Wochen und Monaten nach der Ansteckung

kann es zu klinischen Symptomen kommen, die mit Juckreiz, Speichelfluss, Unruhe und Beißwut auf Tollwut hinweisen können. Die einzige Maßnahme, die unseren Hund vor einer

Tollwuterkrankung sicher schützt, ist die vorbeugende Impfung. Wichtig ist, dass der Impfschutz regelmäßig erneuert wird.

 

Leptospirose

Leptospirose ist eine ansteckende bakterielle Infektion. Die kann lebensbedrohlich sein. Leider ist auch der geimpfte Hund nicht vollständig gegen die

Erkrankung geschützt. Dies resultiert im Wesentlichen daraus, dass es mehrere Unterarten der so genannten Leptospiren gibt.

Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren sowie über Kontaminationen von Erde und Wasser.

Der Erreger überlebt vor allem in warmem Wasser (z.B. Pfützen im Frühsommer). Die meisten Hunde entwickeln akute Nieren- und häufig auch Leberfunktionsstörungen.

Typische Symptome sind: Fieber, steifer Gang, Muskelschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Gelbverfärbung der Schleimhäute.

Große Mengen der Erreger werden mit dem Harn ausgeschieden und bleiben lange Zeit in der Umgebung ansteckungsfähig.

Eine Folge der Erkrankung kann chronisches Nierenversagen sein

 

Staupe

Staupe ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, bei der die Hunde Fieber bekommen und unterschiedliche Symptome auftreten können,

unter anderem Bewegungsstörungen, Lähmungen, Gleichgewichtsstörungen, Durchfall, Erbrechen, Hustenanfälle, eitriger Nasenausfluss bis hin zur Lungenentzündung.

Dabei müssen nicht alle Symptome gleichzeitig vorkommen.

Der Krankheitsverlauf ist bei jedem Hund unterschiedlich und kann im schlimmsten Falle tödlich enden.

Da infizierte Tiere mit allen Körperflüssigkeiten Viren ausscheiden, ist Staupe hoch ansteckend.

 


Parvovirose - („Katzenseuche“) :

Die Parvovirose gehört neben der Staupe zu den bedeutendsten und hochgradig ansteckenden Infektionskrankheiten des Hundes.

Da sie ursprünglich bei Katzen vorkam, wird sie auch als Katzenseuche bezeichnet. Besonders empfindlich sind Welpen mit ungenügender Menge maternaler Antikörper.

Parvoviren kommen bei den verschiedensten Wirbeltieren vor. Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich von Hund zu Hund und über den Kot.

Auch der Mensch kann beispielsweise mit dem Schuhwerk die Viren über weite Strecken verbreiten. Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 7 Tage.

Die Krankheit ist durch einen akuten Verlauf gekennzeichnet. Sie kann in zwei unterschiedliche Formen auftreten, je nachdem,

ob Herzmuskel oder die Schleimhaut des Magen- Darm-Kanals befallen und geschädigt werden. Die mit Herzmuskelentzündung einhergehende Form befällt

vor allem Welpen im Alter von 14 Tagen bis 12 Wochen und führt gewöhnlich innerhalb von 1 bis 3 Tagen zum Tod.

Die Welpen zeigen völlige Appetitlosigkeit, erhebliche Störungen des Allgemeinbefindens und zunehmende Atemnot. Weitaus häufiger ist die Form der Magen- Darm- Erkrankung.

Von ihr werden Hunde jeden Alters betroffen. Die Symptome treten völlig überraschend, mit wiederholtem Erbrechen von Mageninhalt und galleartigem

Schleim sowie mit völliger Verweigerung von Nahrung, auf. Im Unterschied zum Erbrechen z.B. bei Nierenversagen oder Leptospirose besteht kein übermäßiger Durst.

Zu Erbrechen kommt oft schon nach wenigen Stunden, spätestens aber am 3. bis 5. Krankheitstag - wässrig-schleimiger Durchfall, übelriechend, graugelblich oder auch von blutiger

Beschaffenheit. Nicht selten erfolgen die Entleerungen „explosionsartig“ in heftigem Strahl. Der anhaltende Durchfall und das ständige Erbrechen führen zu einem

lebensbedrohlichen Flüssigkeitsverlust mit äußerst nachteiligen Folgen für Stoffwechsel und Kreislauf. Der Hund verhält sich von Anfang an teilnahmslos.

Die Körpertemperatur kann fieberhaft oder normal sein, ein Absinken unter die Norm bei Verschlechterung des Allgemeinzustandes ist als ein ernstes Krankheitszeichen zu werten.

Hat der Hund die ersten 5 Krankheitstage überstanden, lässt der Durchfall nach wenn sich der Appetit wieder einstellt, bestehen gute Aussichten auf Genesung.

Bei akutem und eindeutigem Krankheitsverlauf (häufiges Erbrechen, heftiger vor allem blutiger Durchfall) sollte der Tierarzt unverzüglich aufgesucht werden,

denn bei einer frühzeitig einsetzenden Behandlung ist eine wirksame Bekämpfung des Virus möglich.

 

Zwingerhusten

Die Bezeichnung "Zwingerhusten" kommt nicht daher, dass von dieser Erkrankung nur im Zwinger gehaltene Hunde betroffen sind.

Vielmehr versuchte man in der Bezeichnung zum Ausdruck zu bringen, dass die Erkrankung häufiger an Orten auftritt, wo größere Hundebestände zu finden sind,

z.B. in großen Zuchtbetrieben, auf Hundeplätzen, in Tierheimen, Hundepensionen oder auf Ausstellungen. Dieses eine Kriterium allein reicht aber nicht aus,

damit Zwingerhusten bei einem Hund ausbricht. Es müssen mehrere ungünstige Umstände zusammenkommen, damit der Erkrankungsfall eintritt,

es ist also eine so genannte Faktorenkrankheit. Ein Faktor könnte eine Schwächung des Immunsystem eines Hundes sein, dazu trägt Stress bei, beispielsweise Wachstum,

Zahnwechsel, Veränderungen der Lebensumstände, Prüfungsdruck etc. Sehr wechselhafte Wetterlagen wie in Frühjahr oder Herbst können das Geschehen ebenfalls begünstigen.

Als Erreger des Zwingerhustens kommen gleich eine ganze Reihe verschiedener Viren und Bakterien in Frage. Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion, und schlagartig

sind die meisten Tiere einer Hundegemeinschaft erkrankt. Man spricht dann von einer Entzündung des Kehlkopfs, der Luftröhre und der Bronchien.

Die Tiere haben anfallartigen, trockenen Husten und oft kommt zunächst klarer Nasenausfluss und eine Mandelentzündung dazu. Die erkrankten Hunde brauchen viel Ruhe und sollten

von anderen Hunden getrennt werden. Die Luft sollte warm, nicht zu trocken aber nicht stickig sein. Ein gegen Kälte von unten isolierter und gegen Zugluft abgeschirmter

Liegeplatz sollte vorhanden sein. Nach 1-2 Wochen kommt es meist zur Ausheilung. Bei schwachen oder gestressten Tieren kann es allerdings zu ernsthaften

Komplikationen kommen. Man kann auch vorbeugend gegen einige der Zwingerhusten auslösenden Erreger impfen. Eine rechtzeitig durchgeführte Impfung kann z.B. sinnvoll sein,

wenn der Hund mit zahlreichen fremden Hunden in Kontakt kommt, z.B. auf Ausstellungen oder in Tierpensionen

 

Hepatitis

Hepatitis ist eine ansteckende, durch Viren hervorgerufene Leberentzündung.

Der korrekte Name ist Hepatitis contagiosa canis (HCC).

Sie verursacht die Entzündung von Leber sowie Magen, Darm und Lunge. Bereits wenige Stunden nach Ausbruch kann Hepatitis tödlich verlaufen.

Die Infektion erfolgt auf dem gleichen Weg wie die Staupe.

Die Symptome ähneln vor allem am Beginn der Krankheit denen der Staupe: Fieber, Appetitlosigkeit, vermehrter Durst, Bauchschmerzen.

Viele Hunde, besonders Welpen sterben schon in dieser Krankheitsphase.

Aufgrund der auftretenden Bauchschmerzen ist beim Hund eine starke Berührungsempfindlichkeit besonders hinter dem Rippenbogen zu beobachten. Im weiteren Verlauf der

Krankheit kommt es besonders bei älteren Tieren zu Erbrechen, Durchfall, Mandelentzündung, Rachenentzündung und Bindehautentzündung.

Wenn die Krankheit überlebt wird, bleiben als Dauerschäden Trübungen der Augenhornhaut zurück, die zur Erblindung führen kann

 

 

 

 

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